Theater

Eine Produktion der Carambolage: „Hamlet. Der Tag der Morde“

|

Über die Veranstaltung

Eine virtuose, moderne Klassikeradaption.

von Bernard-Marie Koltès
aus dem Französischen von François Smesny 

Mit Frederick Redavid, Alexa Brunner, Patrizia Pfeifer und Peter Schorn 

Inszenierung: Torsten Schilling
Ausstattung und Video: Florian Kofler
Licht und Technik: Claus Stecher, Julian Geier
Fotos: Tiberio Sorvillo 

Das Stück stammt aus dem Nachlass des französischen Dramatikers Bernard-Marie Koltès, der sich schon früh intensiv mit den Dramen Shakespeares beschäftigte. 1974 widmete er sich der Tragödie des Prinzen von Dänemark und schuf mit seiner Adaption einen dichten, poetischen Text – das Psychogramm einer in Auflösung begriffenen Gesellschaft, die nur noch sich selbst kennt. 

Die Handlung konzentriert Koltès ganz auf die vier Hauptfiguren Hamlet, Ophelia, Claudius und Gertrud, die in den Fängen ihrer aus den Fugen geratenen Welt verstrickt sind. Es herrscht Krieg im Staate Dänemark, doch niemand weiß, gegen wen und warum. Ein Außen gibt es hier nicht mehr und somit auch keinen Ausweg aus der familiären Tragödie: Prinz Hamlet verdächtigt seinen Stiefvater Claudius des Mordes an seinem Vater, doch kann er sich nicht zur Rache durchringen. Stattdessen wütet er gegen die, die ihm das Liebste ist und wird so mitschuldig am Wahnsinn und Tod Ophelias. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf. 

“Hamlet. Der Tag der Morde” ist eine virtuos verdichtete, moderne Klassikeradaption, die mit der Shakespeare’schen Vorlage spielt, deren Themen, Motive und Sätze variiert und sie zu einem neuen Ganzen zusammenfügt: zu einem magisch leuchtenden Totentanz einer unausweichlich dem Untergang zutreibenden Welt.


redaktionell geprüft

Event-Eigenschaften

Wetter

Bei schlechtem Wetter möglich