Revue

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Über die Veranstaltung

Bild-Text-Werke aus der Sammlung Museion.

Im 20. Jahrhundert finden Worte, die bis dahin klar der Literatur zugeordnet waren, Eingang in die bildende Kunst. Die Künstler entdecken im Zuge dessen auch die Schreibmaschine. Die Ausstellung REVUE, eine Kooperation des Schreibmaschinenmuseum Partschins mit dem Museion Bozen, zeigt 51 Werke aus der Sammlung Museion/Archivio di Nuova Scrittura. Alle Werke sind Mischformen aus Bild und Schrift, also Hybride, wie sie für die moderne und zeitgenössische Kunst bezeichnend sind. Ein Teil dieser Werke steht der Dichtung näher, ein anderer Teil der Kunst. Manche Werke sind Zwitterwesen, bei denen eine eindeutige Zuordnung nicht möglich ist. Kurator der Ausstellung ist Andreas Hapkemeyer (Museion).
Die Arbeiten von Erika Giovanna Klien und Fortunato Depero stammen aus den 1920er Jahren. In ihnen zeigt sich das von Picasso und Braque um 1910 in die Kunst eingeführte Prinzip der Collage, bei dem Fundgegenstände aus dem Alltag in die Werke integriert werden. Die Collage als Kombination von Text und Bild wird in den 1950er Jahren wieder aufgegriffen und fortgeführt.
Konkrete und Visuelle Dichtung der 1950er und 1960er Jahre, die Texte visuell präsentieren und oft Fragmente von Medienbildern einbeziehen, sind mit 23 Künstler_innen aus aller Welt vertreten. Bei der Konkreten und Visuellen Dichtung handelt es sich um ein internationales Phänomen. In der Ausstellung sind dementsprechend Künstler_innen aus Brasilien (de Campos, Pignatari), Italien (Balestrini, Belloli, Blank, Carrega, D'Ottavi, Martini, Munari, Nannucci, Spatola), Deutschland (Mon), Österreich (Gappmayr, Rühm), der damaligen Tschechoslowakei (Grögerova/Hiršal, Kolař, Valoch), den USA (Cage/Sumsion, Friedman, Miller) und Japan (Niikuni) vertreten. Dabei gibt es Berührungspunkte mit der ebenfalls internationalen Fluxus-Bewegung.
Die Brasilianerin De Barros und der Österreicher Feuerstein sind zwei jüngere Positionen, bei denen Fotografie und Text zueinander finden. Ein Teil der Ausstellung ist - als Hommage an den speziellen Ort -- der Schreibmaschine als Medium bzw. als Thema eingeräumt.

Kuratorenführung mit Andreas Hapkemeyer: für Schulklassen am 19.10.2018, 10 Uhr (Anmeldung), 10.04.2019, 20.30 Uhr


redaktionell geprüft

Ausstellungs-Informationen

Durchführung

Kurator: Andreas Hapkemeyer

Vernissage

Begrüßung - Vernissage: Albert Gögele, Letizia Ragaglia, Florian Mussner
Einführung - Vernissage: Andreas Hapkemeyer

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8 € ab / pro P.

Nachts im Museum...

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