Kirche St. Lorenzen

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Kirche & Kloster, 39030 St. Lorenzen
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Kirche St. Lorenzen

Unverwechselbar und markant für St. Lorenzen - das ist die Kirche zum Hl. Laurentius.
Die Kirche wird im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt, jedoch geht man davon aus, dass der erste Kirchenbau gegen Ende 4./Beginn 5. Jahrhunderts zu datieren ist. Die Kirche in der heutigen Form ist das Ergebnis zahlreicher Erweiterungen und Änderungen. Mit ihren zwei ungleichen Türmen prägt sie das Bild der Ortschaft. Der mächtige gotische Turm (Südturm) wurde laut einer Inschrift 1554 vollendet. Der kleine Turm zeigt mit seinen Spitzbogenfenstern stammt wohl aus dem 13. Jahrhundert, und dürfte an eine Seitenkapelle des ältesten Teils der Kirche angebaut gewesen sein.
Die heutige Form der Egererkapelle (renoviert 2001) und die beiden Seitenschiffe stammen aus spätgotischer Zeit (ca 1500).
An der Außenseite der Kirche sind mehrere Grabsteine adeliger und bekannter Bürger des Marktes angebracht, z. B. an der Vorderseite sieht man die Grabplatte von Graf Volkhold, dem Stifter vom Kloster Sonnenburg (1039). Im Jahre 1958 wurde die Kirche gründlich renoviert und 1980 wurde eine neue Orgel eingebaut. Die Glocken, die in den beiden Türmen hängen, wurden 1922 gegossen. Im großen Turm hängen 6, im kleinen eine Glocke. Die „Große“ ist dem Herz Jesu geweiht und wiegt 2.620 kg. Sie ist die viertgrößte Glocke im Pustertal.

Das Innere der Kirche
Hinter dem schlichten Volksaltar wurde ein großes Kruzifix mit einer Schmerzensmutter sowie der Tabernakelschrein von der bekannten Bozner Künstlerin Maria Delago aufgestellt. An den Chorfenstern sehen wir Szenen aus dem Leben des Hl. Laurentius. Im linken und rechten Seitenschiff steht je ein Seitenaltar. Am linken Seitenaltar wird das Martyrium des hl. Erasmus dargestellt, als Seitenfiguren die Heiligen Laurentius und Stephanus. Am rechten Seitenaltar ist der Hl. Sebastian im Bild, als Seitenfiguren die Heiligen Jakobus der Ältere und der Jüngere. An der Nordwand des Mittelschiffes hängt das ehemalige Altarbild signiert von Josef Renzler im Jahre 1836. Im Mittelschiff befindet sich eine erst kürzlich wieder renovierte barocke Kanzel. Sie stammt von der ehemaligen Basilika der Sonnenburg. An der Rückseite des nördlichen Seitenschiffes sind Statuen der vier Evangelisten angebracht. Erwähnenswert sind auch die Kreuzwegstationen. Im Mittelschiff kann man an der Trennsäule zum südlichen Seitenschiff ein Fresko der hl. Katherina erkennen und den hl. Michael. Als wertvollstes Kunstwerk gilt die Madonna mit dem Jesukind mit der Traube, die neben dem linken Seitenaltar angebracht ist. Es ist dies der Rest eines vom Brunecker Bildhauer Michael Pacher um 1460 geschnitzten Flügelaltars.

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