Die Oberbozner Erdpyramiden am Ritten

Wandertouren 39054 Ritten
    • (0)
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Dauer 2,0 Std.

Strecke 5,6 km

Aufstieg 200 hm

Abstieg 200 hm

Max. Höhe 1225 m

Die Oberbozner Erdpyramiden am Ritten - Beschreibung

Einfache, auch für Kinder geeignete und sehr spannende Rundwanderung zu den faszinierenden Rittner Erdpyramiden bei Oberbozen und über die bekannte und malerische Sommerfrischsiedlung Maria Himmelfahrt zurück.
Wie sagenumwobene Märchengestalten recken sich die überdimensionalen Steinmännchen aus ihrem lehmigen Untergrund gegen den Himmel. Manche als Einzelgänger, andere hingegen in geselliger Runde. Manche tragen Hut, und andere wiederum, die ihn schon verloren haben, ähneln riesigen Termiten-Bauten.
Erdpyramiden sind faszinierende Naturerscheinungen. Wuchtig und majestätisch. Und so verletzlich und vergänglich zugleich. Doch wie entstehen diese bizarren Zeugen der letzten Eiszeit? Erdpyramiden sind Erosionsgebilde, die in steilen Gräben entstehen, in denen sich eiszeitlicher Moränenlehm mit größeren Steinen abgelagert hat. Wenn es regnet, schützen Steine die darunterliegende Erde vom abfließenden Wasser. Während das Material ringsherum abgetragen wird, wächst die geschützte Erdsäule aus dem umliegenden Erdreich heraus. Solange, bis der Deckstein irgendwann herunterfällt. Dann erwartet die Pyramide dasselbe Schicksaal, wie schon viele ihrer Vorfahren im Laufe der Jahrtausende.
Die Erdpyramiden am Ritten, neben denen bei Oberbozen auch jene von Lengmoos und Unterinn, gelten als die formschönsten ihrer Art ganz Europas.
Im ältesten Oberbozner Ortsteil Maria Himmelfahrt können wir im Bann der alten Villen in die Geschichte der bis ins 16. Jahrhundert zurückreichenden Sommerfrische eintauchen (siehe Infotafel "Sommerfrische" in der Bildergalerie").
Doch schon die Anfahrt in der Gondel der Rittner Seilbahn, die uns in 12 Minuten von Bozen direkt ins Zentrum der Rittner Fraktion Oberbozen bringt, ist ein kleines, nicht alltägliches Highlight für die Kids.

Wegbeschreibung

  • Startpunkt

    Bergstation Rittner Seilbahn bzw. Bahnhof Rittner Bahn in Oberbozen (Josef-Riehl-Platz)

    Die Erdpyramiden am Ritten sind das Wahrzeichen der Gemeinde und die Wanderwege dorthin dementsprechend gut ausgeschildert.
    Von der Bergstation der Rittner Seilbahn im Oberbozner Dorfzentrum aus wandern wir der Beschilderung „Erdpyramidenweg“ (Weg Nr. 23) folgend vorbei am öffentlichen Schwimmbad hinunter zum südlichen Dorf-Ende. Der dort beginnende, alte Kaiserweg führt uns durch den Wald auf eine große Wiesenterrasse am Rande des Katzenbachgrabens, wo die hier besonders stark ausgeprägten Erdpyramiden unmittelbar vor unseren Augen in den Himmel ragen. Nach der Besichtigung des einzigartigen Naturdenkmals folgen wir weiter dem Weg Nr. 23, verlassen ihn dann kurz vor dem Moarhof und wandern, uns rechts haltend, zum St. Jakob Kirchlein hinauf, das hier schon seit dem 13. Jahrhundert auf einem kleinen Hügel thront. Von dort aus sehen wir bereits die Häuser, alten Villen und Höfe der bekannten Sommerfrischsiedlung Maria Himmelfahrt, die wir in wenigen Wanderminuten erreichen. Im Ortskern mit der Kirche und dem Gasthof Schluff (Einkehrmöglickeit) können wir nun entscheiden, ob wir sonniger auf dem Weg Nr. 2 (mit Ausblick auf die Dolomiten) oder hingegen ein Stück durch die Waldpromenade (14A) nach Oberbozen zurückwandern.
    Einkehrmöglichkeiten beim in den Gastbetrieben im Ortszentrum von Oberbozen, beim Moarhof (Jausenstation zwischen den Erdpyramiden und dem St. Jakob Kirchlein) und beim Gasthof Schluff in Maria Himmelfahrt.
    Alternative Wandermöglichkeiten:

    Nach der Besichtigung der Erdpyramiden und des St. Jakob-Kirchleins besteht, anstatt nach Maria Himmelfahrt hinaufzuwandern, durchaus auch die Möglichkeit auf dem Weg Nr. 6 stets bergabwandernd über St. Magdalena zurück nach Bozen zu wandern (ca. 2:45 Stunden).
    In Maria Himmelfahrt können wir noch einen Abstecher zum Aussichtspunkt Merltennen machen (Weg 14 - zusätzlich ca. 30 Minuten hin und zurück). Das urige Platzl mit seinem Holzpavillon lädt mit seinem Ausblick über Bozen, ins Überetsch und auf den Mendelkamm zum Verweilen ein.

  • Endpunkt

    Bergstation Rittner Seilbahn bzw. Bahnhof Rittner Bahn in Oberbozen (Josef-Riehl-Platz)

Benötigte Ausrüstung

Gutes Schuhwerk mit ruschtfester Sohle, Outdoor-Bekleidung, genügend Flüßigkeit, eine Jause sowie Sonnenschutz gehören zur Standartausrüstung einer jeden Wanderung. Wer hat, Südtirol Pass oder Family Plus Card für die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel nicht vergessen.

Tipp zur Tour

Start- und Endpunkt unserer Wanderung ist das Dorfzentrum von Oberbozen, wo sich auch der Bahnhof der Rittner-Bahn befindet. Mit dem Rittner Bahnl erreichen wir in wenigen Minuten Wolfsgruben mit dem bekannten Bienenmuseum im über 500 Jahre alten Plattner-Höfl und den beliebten Wolfsgrubener See (Bade- bzw. Eislaufsee). Fahren wir hingegen bis zur Endstation Klobenstein, können wir dort durchaus auch noch zu den Lengmooser Erdpyramiden wandern und von Klobenstein aus mit dem Linienbus nach Bozen zurückfahren.

Schwierigkeit

  • Schwierigkeit

    Leicht
  • Fitness

  • Technik

  • Erlebnis

  • Landschaft

Empfohlene Jahreszeit

  • Jan.
  • Feb.
  • Mrz.
  • Apr.
  • Mai
  • Jun.
  • Jul.
  • Aug.
  • Sep.
  • Okt.
  • Nov.
  • Dez.

Anfahrt

Eigene Anfahrt
Anfahrt mit dem PKW von Bozen aus über die Rittnerstraße, durch die Ortschaft Unterinn (Großbetriebe Loacker und Finstral) hinauf nach Weber im Moos. Dort zweigt vor der Tankstelle die Straße nach Oberbozen, vorbei am Wolfsgrubener See, ab. Anfahrt von Bozen nach Oberbozen ca. 25 Minuten.
Am Dorfbeginn von Oberbozen gibt es einen großen, kostenfreien Auffangparkplatz. Ansonsten durch das Dorfzentrum bis zum öffentlichen Freibad fahren, dort gibt es weitere kostenfreie Parkplätze.

Öffentliche Verkehrsmittel
Mit der Rittner Seilbahn (öffentliches Verkehrsmittel) im 4-Minuten-Takt von Bozen ins Ortszentrum von Oberbozen (Fahrtdauer 12 Minuten). Alle Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol finden Sie auf Südtirol Mobil.

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