Wandern in Südtirol: Erlebt hautnah die unberührte Natur Südtirols

Türkisblaue Bergseen, wildromantische Täler, Berghütten am Rande von Gletscherfeldern, sonnige Höhenwege und duftende Almwiesen: All das wartet auf euch im Wanderparadies Südtirol. Ganz gleich, ob ihr gut zu Fuß seid oder es lieber etwas gemütlicher nehmt – unter den über 16.000 km markierten Wanderwegen ist ganz bestimmt auch für euch die passende Strecke dabei. Wir geben euch einen kleinen Überblick über die vielen Möglichkeiten. Lasst euch inspirieren: Ganz gleich worauf eure Wahl fällt, einzigartige Natur und großartige Ausblicke sind euch bei jeder Wanderung garantiert!

Wandern in Südtirol – Die Übersicht

Almwanderungen

Besonders reizvoll sind Wanderungen zu den Almen Südtirols. Meist führen breite, auch mit dem Kinderwagen begehbare Wege zu den urigen Almhütten, die sich inmitten sattgrüner Weiden oberhalb der Waldgrenze befinden. Eine zusätzliche Motivation, abgesehen vom idyllischen Landschaftsbild, das sich euch bei eurer Ankunft bieten wird, ist für Jung und Alt die typische Südtiroler Kost, die auf vielen Almhütten angeboten wird. Probiert ein „Marendbrettl“ mit würzigem Almkäse, ein Glas frischer Milch oder ein Stück noch warmen Apfelstrudel mit Vanillesoße. Danach legt euch ins Gras, spürt die Sonne auf eurer Haut und genießt, umgeben vom Duft der Almkräuter und dem Läuten der Kuhglocken, die imponierende Aussicht.

Als wahres Landschaftswunder gilt die größte Hochalm Europas, die Seiser Alm im UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten, die ihr mindestens einmal während eures Südtirolaufenthalts erwandern solltet. Von diesem Hochplateau aus eröffnet sich euch ein traumhafter Blick auf den Schlern, die Santnerspitze, die Geislergruppe, Lang- und Plattkofel und den Rosengarten. Auch die Villanderer Alm bietet herrliche Wiesen und Seen, wie den glasklaren Totensee, ein einzigartiges Panorama und gemütliche Almhütten. Tschöggelberg, Rodenecker Alm, Taistner Vorderalm, Fane Alm, die Almen am Hirzer, Haider Alm – sie alle bieten vielfältige Wandermöglichkeiten.

Naturnser Alm
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Rundwanderung auf der Seiser Alm
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Hüttenwanderungen

Neben den Almhütten gibt es in Südtirols Bergen auch zahlreiche Schutzhütten, die ursprünglich zum Schutz vor Schlechtwettereinbrüchen erbaut wurden. Sie locken mit beeindruckendem Panorama und da sie meist bewirtschaftet sind, auch mit köstlicher Kulinarik. Schutzhütten können sehr leicht und schon in ein bis zwei Stunden zu erreichen sein – in diesem Fall sind sie ideal für eine Familienwanderung geeignet. Es gibt aber auch solche, die nur mit Trittsicherheit, Ausdauer und Bergerfahrung erreicht werden, wie z. B. das Becherhaus auf 3195 m, die höchst gelegene Schutzhütte Südtirols, und die benachbarte Müllerhütte, die Gletscherausrüstung erfordert. Nicht entgehen lassen solltet ihr euch die Drei Zinnen Hütte. Direkt gegenüber der berühmten Drei Zinnen gelegen, bietet sie – besonders in der Morgen- oder Abendstimmung – unvergessliche Ausblicke. Auch das Schlernhaus liegt einmalig auf der Hochfläche des Schlern, eingerahmt von Latemar, König Laurins Rosengarten und Lang- und Plattkofel.

Ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein ist es, auf einer Hütte zu übernachten. Im Matratzenlager oder in einem privaten Mehrbettzimmer, eingekuschelt in den Hüttenschlafsack, schlaft ihr nach dem anstrengenden Aufstieg, umgeben von der Stille der Bergwelt, sicher ganz besonders tief. Vielleicht habt ihr ja Lust, euch den Wecker früh zu stellen, um den spektakulären Sonnenaufgang nicht zu verpassen? Hüttentouren nach dem Motto „von Hütte zu Hütte“ eignen sich auch besonders gut für Mehrtageswanderungen. Unseren Artikel über die schönsten Schutzhütten Südtirols könnt ihr hier lesen.

Gipfeltouren

Wann fühlt man sich freier, zufriedener und glücklicher als in dem Moment, in dem man nach langem, anstrengendem Aufstieg auf unwegsamen Pfaden endlich den Gipfel eines Berges erreicht? Ein unbeschreibliches Gefühl, das man selbst erlebt haben muss! In Südtirol warten leichte, schwierige, spitze, abgeflachte, gletscherbedeckte, felsige, grasbewachsene auf euch – sucht euch einen aus! Eines haben sie alle gemeinsam, nämlich die unglaubliche Aussicht auf die umliegende Bergwelt und auf Täler, Dörfer und Seen. Hier, weit oben auf 2000 oder gar 3000 m könnt ihr eure Sorgen vergessen und abschalten. Hier gibt es nur euch, die unberührte Natur und die Stille, vielleicht durchbrochen von den schrillen Pfiffen eines Murmeltiers. Wählt zwischen familienfreundlichen Erhebungen wie der Spitzigen Lun, dem Rittner Horn oder dem Helm, herausfordernden Spitzen wie dem Hirzer, der Vorderen Rotspitze oder dem Ifinger und erhabenen, gletscherbedeckten Gipfeln wie König Ortler oder Königsspitze. Je höher hinaus ihr euch wagt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass euch anmutige Gämsen oder stolze Steinböcke Gesellschaft leisten. Vielleicht seht ihr sogar einen neugierigen Bartgeier, wie er mit mächtigen Schwingen am tiefblauen Himmel majestätisch seine Kreise zieht.

Auf das Rittner Horn
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Auf den Helm
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Höhenwege

Das Wandern auf Höhenwegen ist deshalb angenehm, da sie meist ohne große Höhenunterschiede verlaufen. Die Aussicht ist dabei sehr abwechslungsreich, da man sich relativ schnell voranbewegt. Oft stellen die Wege eine direkte Verbindung zwischen Hütten dar. Einige der bekanntesten Südtiroler Höhenwege sind der Meraner Höhenweg, der Dolomiten Höhenweg, der Große Langtauferer Höhenweg, der Stabeler Höhenweg, der Duner Höhenweg, der Pfunderer Höhenweg und der Vinschger Höhenweg. Sehr lange Höhenwege könnt ihr aufgeteilt in Etappen als Mehrtagestouren bewältigen.


Seenwanderungen

Südtirol wartet mit einigen der schönsten Bergseen der Alpen auf. Den Anblick einiger dieser Seen müsst ihr euch durch stundenlanges Wandern verdienen, andere könnt ihr als gemütlichen Abendspaziergang einfach umrunden.

Ein „Must“ unter den Seen, die es zu umwandern gilt, ist der Pragser Wildsee, ein funkelnder, smaragdgrüner Bergsee im Herzen der Dolomiten, von dem es auf Instagram inzwischen tausende von Fotos zu sehen gibt. Einen Filter benötigt dieser See jedoch nicht – er bietet einen schlichtweg perfekten Anblick. Ebenso wunderschön und ähnlich berühmt ist der Karersee in den westlichen Dolomiten. Auf der türkisgrünen Oberfläche spiegelt sich das Massiv des Rosengartens, und einer Sage nach lebte einst sogar eine wunderschöne Wasserjungfrau in dem See… ein wahrlich magischer Ort! Für eine Seeumrundung mit der Familie bietet sich der Haider See im oberen Vinschgau an. Eine schwimmende Brücke, ein Holzsteg und Informationstafeln zum Seebiotop sorgen für Abwechslung bei der knapp einstündigen Wanderung mit grandiosem Ortlerblick. Ebenfalls umrunden kann man den nahe gelegenen Reschensee mit seinem berühmten versunkenen Kirchturm. Der Durnholzer See im Sarntal, der Zufrittsee im Martelltal, der Antholzer See im Antholzertal, der Toblacher See und der Vernagt Stausee sind weitere fantastische Seen, die ihr auf Rundwanderungen entdecken könnt. Lest für weitere Informationen unseren Artikel zu den 9 schönsten Bergseen Südtirols.

Karerseerunde
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Bevorzugt ihr etwas mehr physische Anstrengung? Dann könnt ihr auf zahlreichen Wanderungen wahre Juwelen in Form von abgelegenen, glasklaren Bergseen inmitten unberührter Natur entdecken. Im Naturpark der Texelgruppe liegen die Spronser Seen, eine Ansammlung von zehn glitzernden azurblauen Bergseen, deren Anblick euch ganz sicher verzaubern wird. Im Gadertal hingegen liegt, eingebettet in die karge Berglandschaft, der türkisfarbene Lagazuoi See. In eine andere Welt scheint man einzutauchen, wandert man zu den Saldurseen im abgelegenen Matschertal – ein Geheimtipp unter den Bergseen. Der spiegelglatte Finailsee im Schnalstal entzückt in wilder Umgebung, die Gratseen am Fuße König Ortlers in Sulden bieten zusammen mit den imposanten Gletschern eine atemberaubende Kulisse. Der Große Schwarzsee im Passeiertal ist mit einer Tiefe von 27m einer der tiefsten Bergseen Südtirols und die kobaltblauen Kofelraster Seen in Ulten sorgen für sagenhafte Fotomotive. Mehr beeindruckende Bergseen entdeckt ihr hier

Zu den Saldurseen
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Spronser Seen
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Lagazuoi See
  • Fluss & See, Abtei - Stern - St. Kassian
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Waalwege, „Keschtnwege“ & mehr

Besonders im Vinschgau und im Meraner Land finden sich viele sogenannte Waalwege. Waale sind künstlich angelegte, schmale Wasserläufe, die teilweise bereits seit dem 13. Jahrhundert der Bewässerung der Wiesen dienen. Der Steig entlang eines solchen Bewässerungskanals nennt sich Waalweg. Dieser weist, wie auch ein Höhenweg, nur geringe Steigungen auf und ermöglicht somit eine angenehme Wanderung auf den Spuren des Wassers. Oft führen Waalwege durch Laub- und Mischwälder, welche in den Sommermonaten für willkommenen Schatten sorgen. Bekannte Waalwege sind der Algunder Waalweg, der Schnalser Waalweg, die Schludernser Waalwege, der Marlinger Waalweg, der Matscher Ackerwaal, der Tschermser Waalweg, der Maiser Waalweg und viele mehr.

 
Der Algunder Waalweg
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Themenwege sind Wege, die einem ganz bestimmten Thema gewidmet sind: So gibt es den Almerlebnisweg im Pfossental, den Geo-Weg durch die Bletterbachschlucht, den Sagenweg am Salten, den Sternenweg bei Gummer – um nur einige zu nennen. Besonders für Kinder können diese Wege sehr spannend sein. Ein besonders populäres Beispiel für Themenwege sind die „Keschtnwege“. Der berühmteste Kastanienweg ist der "Eisacktaler Keschtnweg", der sich von Neustift bei Brixen bis zum Ritten erstreckt. Farbenprächtig zeigt er sich im Herbst von seiner besten Seite und Herbstzeit bedeutet in Südtirol auch immer Törggelezeit: Unternehmt eine Wanderung entlang der abwechslungsreichen Kastanienwege und belohnt euch anschließend beim traditionellen Törggelen mit Südtiroler Köstlichkeiten und einem Glas neuen Weins!

Saltner Sagenweg
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Ob im Frühling, wenn Flora und Fauna aus dem Winterschlaf erwachen, im Sommer, wenn die frische Luft in den Höhen angenehme Abkühlung bringt oder im Herbst, wenn die Natur sich in eine leuchtende Farbenpracht kleidet – erlebt hautnah das Glück, die unberührte Natur Südtirols auf vielfältigen Wanderwegen zu erkunden!



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