Rodeln in Südtirol: Die schönsten Pisten für die ganze Familie zum Rodeln und Wandern

Südtirol zählt etwa 350 Dreitausender, bis zu 160 Schneetage in den höheren Lagen und das bis weit in den Frühling hinein. Die Skigebiete mit ihren Langlaufloipen und Abfahrtpisten, die verschneiten Routen für Schneeschuhwanderer und Skitourengeher, die glatten Flächen der zugefrorenen Alpenseen und nicht zu vergessen: die zahlreichen Rodelpisten für den unvergesslichen Familienspaß. Ein Winterurlaub in Südtirol hat sooooo viel zu bieten. Dabei finden sich die schönsten Rodelpisten nicht immer in den Haupttouristenorten! Abseits von den stark besuchten und äußerst beliebten Skigebieten und den gern genutzten Skiliften, verstecken sich atemberaubende Winterwanderwege, die nur darauf warten, von aktiven Wintersportlern und ihren Schlitten erobert zu werden! Und was gibt es Schöneres, als sich nach einem neuen Rodelabenteuer in einer urigen Winterhütte mit atemberaubender Aussicht an einer heißen Tasse Kakao die Finger zu wärmen? Wir verraten euch, wo ihr mit euren Kindern die schönsten Rodelerlebnisse in Südtirol sammeln könnt!

Rodeln im Antholzertal

Rodeln im Hochpustertal

Rodeln bei den Drei Zinnen

Rodeln auf dem Salten

Rodeln auf der Villanderer Alm

Rodeln im Pustertal

Rodeln im Naturpark Schlern-Rosengarten

Rodeln im Sarntal

Rodeln im Schnalstal

Rodeln auf der Mendel

Rodeln im Antholzertal: Eine Rodelpiste verbindet zwei Seen

Wir beginnen unsere Reise durch Südtirols Winterwonderland im idyllischen Antholzertal, ein naturbelassenes Seitental des Pustertals, in dem Tradition und Authentizität an allererster Stelle stehen. Und genau das zeichnet auch die Rodelbahn am Staller Sattel auf 2099 m aus: der 4,5 km lange Rodelweg führt nämlich an einer Hand voll liebenswerter Winterhütten vorbei, in dem ihr echte Südtiroler Gastfreundschaft kennenlernen dürft! So könnt ihr euren Schlitten entweder beim Restaurant Platzl
am See am Antholzer See oder bei der Oberseehütte am Obersee ausleihen.

Die Wanderung über die Rodelpiste zur Oberseehütte am Staller Sattel dauert etwa 1,5 Stunden. Zurück geht es dann auf dem Schlitten über die mittelschwere Rodelpiste zum faszinierenden Antholzer See. Landschaftlich gehört die Rodelpiste zu den Schönsten der Gegend, dafür benötigt es etwas Kondition, um die etwa 400 Höhenmeter zu meistern. Ein kleiner Geheimtipp: Die Enzianhütte am Antholzer See
belohnt alle fleißigen Schlittenprofis mit sagenhafter Hausmannskost und einem
köstlichen Kaiserschmarrn, den hat man sich nach der Rodelbahn am Staller
Sattel auch wirklich verdient! 

 

Zum Obersee am Staller Sattel
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Rodeln im Hochpustertal: Zur Dreischusterhütte, der beliebtesten Almhütte 2016

Wir bleiben im Pustertal und kommen zum traumhaften Drei Zinnen Gebiet bei Innichen im Hochpustertal. Hier erwartet euch die familienfreundliche Rodelbahn Innerfeld-Dreischusterhütte. Start der leichten Rodeltour ist der Parkplatz „Gweng“ im Innfeldtal, Ziel die Dreischusterhütte, die ihr nach etwa einer Stunde erreicht. Hier könnt ihr von Mitte Dezember bis Mitte April eure Rodel
ausleihen und typische regionale Gerichte verkosten, bevor es zurück auf die
Piste geht!

Zwischen den weißen Gipfeln der Dreischusterspitze, des Birkenkofel und des Haunold, bringt euch die 5,5 Kilometer lange Naturrodelpiste durch eine beeindruckende Winterwelt. So geht es vorbei an den mit Schnee bedeckten Fichten und Lärchen der umliegenden Wälder, abwechselnd schnell und steiler, langsam und flacher. Ein beeindruckendes Naturschauspiel, das für anhaltende Momente für die ganze Familie sorgt!


Rodeln bei den Drei Zinnen: Die Rodelbahn Klammbachalm für den etwas anspruchsvolleren Familienspaß

Wir bleiben noch kurz im Hochpustertal und nehmen die Rodelbahn Klammbachalm genauer unter die Lupe. Diese befindet sich zwar bei einem Skigebiet, nämlich im Skigebiet der Drei Zinnen, sie gilt aber dennoch unter den schönsten Rodelpisten in Südtirol für die ganze Familie unbedingt zu erwähnen – nicht zuletzt wegen der urigen Klammbachalm (1950 m) bei Sexten, die der Piste ihren Namen gibt. Sehr empfehlenswert im Winter sind hier die heißen Cremesuppen oder die weihnachtlichen Heißgetränke, die ihr an sonnigen Wintertagen sogar auf der Holzveranda mit Blick auf die Drei Zinnen genießen könnt.

Um zu diesem Gaumenschmaus zu gelangen, muss man zunächst von Moos in Sexten etwa 2,5 Stunden zu Fuß mit Rodel über einen Forstweg hinauf zur Alm. Hier sind gute Kondition und etwas Übung gefragt, für die Kids meist kein Problem, dennoch ist dieses Rodelerlebnis wohl das anspruchsvollste dieser Liste! Doch der Aufstieg lohnt sich! Danach geht es 6,5 Kilometer talabwärts, über eine romantische Naturrodelbahn, die schon etwas schwieriger an manchen Passagen sein kann. Action, Adrenalin und Spannung sind garantiert! 


Rodeln auf dem Salten: die Möltner Kaser Piste

Weiter geht es mit dem Rodelspaß auf Mölten. Auf jeden verschneiten Wintertag folgt ein herrliches, sonniges Wetter, das sich hier ganz besonders genießen lässt! Dieses Hochplateau erreichen nämlich das ganze Jahr über unzählige Sonnenstunden, die einen jeden Winterausflug zu einem einmaligen Erlebnis machen! Für Groß und Klein perfekt geeignet ist die Rodelbahn am Möltner Kaser im Herzen des Salten. Er ist Europas höchstes Lärchenhochplateau, eine wahre Sehenswürdigkeit im weißen Winterkleid! Schnurstracks durch diese märchenhafte Kulisse, vom Parkplatz Ötzgatter (1563 m) über die Sattlerhütte (1604 m) zur Möltner Kaser Hütte (1806 m), erreicht ihr in etwa 2 Stunden den Start eurer Rodeltour. Zurück geht’s über die gleiche Route, aber mit ganz viel Schwung bitte! Parken könnt ihr von Mitte Dezember bis Mitte März übrigens direkt bei der geschlossenen Sattlerhütte, links davon startet der Weg zum Möltner Joch.

Parken könnt ihr von Mitte Dezember bis Mitte März übrigens direkt bei der geschlossenen Sattlerhütte, links davon startet der Weg zum Möltner Joch. Die Möltner Kaser hat in den Wintermonaten am Wochenende und auch in den Weihnachtsferien für euch geöffnet und verwöhnt euch mit schmackhafter Almküche.

Zur Möltner Kaser
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Leadner Alm und Möltner Kaser
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Rodeln auf der Villanderer Alm: Rodelvielfalt vom Feinsten

Die Villanderer Alm ist ein wahres Rodelparadies für Familien, die es bevorzugen, bei ihren Rodelausflügen auf kostenpflichtige Liftanlagen und stark besuchte Skigebiete zu verzichten. Hier bedeutet Rodeln noch, dass man seinen Schlitten in die Hand nimmt, voller Freude die Piste empor wandert und sie dann ausgelassen wieder hinunter saust – ohne Aufstiegsanlage, unkompliziert und ursprünglich. Auf der Villanderer Alm im Eisacktal könnt ihr zwischen einer ganzen Hand voll solcher authentischer Rodelpisten wählen, die bestens für Kinder und eifrige Anfänger geeignet sind!

Der beliebteste Ausgangspunkt zum Rodeln ist auf der Villanderer Alm auf jeden Fall die Gasserhütte. Sie versorgt ihre Gäste mit einer feinen Auswahl an traditionellen Südtiroler Spezialitäten, komfortablen Übernachtungsmöglichkeiten sowie einem hauseigenen Rodelverleih! Das bietet sich hier auch perfekt an, von der Gasserhütte aus starten nämlich zahlreiche Rodelbahnen:

Zur Stöfflhütte (2057 m): Von der Gasserhütte zur Stöfflhütte braucht ihr etwa 1,5 Stunden. Danach geht es die 4,7 Kilometer auf dem Schlitten zurück nach unten. Neben dem Berggasthaus Stöfflhütte mit ihren hausgemachten Köstlichkeiten gibt es auf dem Weg zur Gasserhütte weitere Einkehrmöglichkeiten in der Mair in Plun Hütte direkt an der Rodelpiste und in der Almhütte Am Rinderplatz.

Zur Mair in Plun Hütte (1860 m): Die Mair in Plun Hütte liegt direkt an der Rodelbahn, die, wenn man noch etwas weiter geht, zur Stöfflhütte führt. Von der Mair in Plun Hütte zurück zur Gasserhütte sind es etwa 1,4 Kilometer. Hier könnt ihr ebenfalls euren Schlitten ausleihen. Diese ganz besondere Hütte hat es übrigens unter den TOP 3 der Sentres-Sommerhütten 2019 geschafft! Wenige Meter darunter liegt die Kreuzung zur Almhütte am Rinderplatz.


Zur Almhütte Am Rinderplatz (1800 m): Sie kann ebenfalls als Ziel eures Rodelausfluges dienen. Die Rinderplatzhütte erreicht ihr von der Gasserhütte aus bereits nach einer knappen halben Stunde Fußmarsch und bietet 1,7 Kilometer langen Rodelspaß auf dem Rückweg der Familienrodelbahn.


Naturrodelbahn Neuweg: Von der Gasserhütte zum Parkplatz Speckboden führt die Naturrodelbahn Neuweg. Hier empfiehlt es sich, am Speckboden zu parken und in einer halben Stunde zur Gasserhütte zu wandern, danach die 1,3 Kilometer mit dem Schlitten retour. Diese Naturrodelbahn ist die schwierigste Rodelpiste der Villanderer Alm, dennoch stets familientauglich.


Rodelbahn Gasserhütte-Samberger: Vom Sambergerhof gelangt man in ca. 45 Minuten zur Gasserhütte und danach mit der Rodel 2,1 Kilometer wieder zurück.


Familienrodelbahn Toten: Grusliger Name, fantastisches Rodelerlebnis! Die Familienrodelbahn Toten hat ihren Namen vom Totensee, der etwas über unserem Ziel, dem Köber Leger (2060 m), auf 2208 m liegt. In einer guten Stunde erreicht ihr den Köber Leger und könnt von hier aus die Rodelgaudi zurück zur Gasserhütte starten!

 

Rodeln im Pustertal: die Gsieser Wintertraumlandschaft nur unweit der österreichischen Grenze

Ähnlich vielfältig, wie auf der Villanderer Alm, kann Rodeln auch im mittleren Pustertal in Gsies sein. Hier findet sich eine ganze Reihe kilometerlanger Rodelbahnen, die von der Talschlusshütte in Gsies starten und zu drei ganz besonderen Winterhütten führen. Gsies ist eine kleine Bergbauerngemeinde mit etwas über 2000 Einwohnern, verstreut in kleinen dörflichen Siedlungen, Weilern und Höfen in der faszinierenden Landschaft des Gsieser Tals. 

Die Talschlusshütte befindet sich, wie der Name bereits vermuten lässt, am Ende des Gsieser Tals. Hier könnt ihr euer Auto parken und entweder in knapp 2 Stunden zur Stumpfalm, in ca. 1,5 Stunden zur Uwaldalm oder, vorbei an der modernen, stilvollen Moos Alm und der gemütlichen Messnerhütte, über den Rodelweg Pidigalm in einer Stunde zur Kradorfer Alm wandern.

 

Rodeln im Naturpark Schlern-Rosengarten: Die Rodelbahnen Messnerjoch und Hofer Alpl

Rodeln am Rosengarten bedeutet Rodeln wie im Märchenbuch. Viele der Rodelpisten befinden sich direkt im Skigebiet der Region Rosengarten-Latemar-Eggental oder der Seiser Alm, sind Rennrodelbahnen oder breite, mit Pistengeräten präparierte Wiesen. Auch diese Rodelpisten sind wirklich sehenswert! Wer jedoch auf den Trubel der Sessellifte verzichten mag und den Startpunkt der Rodelpiste lieber zu Fuß auf eigene Faust erklimmt, für den haben wir zwei ganz besondere Geheimtipps am Fuße der Rosengartenspitze und des Schlerns:

Rodelbahn Messnerjoch: Die Messnerjochhütte (1930 m) erreicht ihr zu Fuß vom Nigerpass in etwa einer Stunde und 45 Minuten. Wenn ihr bei der Hütte angekommen seid, geht es dann die 2 Kilometer lange Rodelbahn Messnerjoch hinunter, abgeschieden von den Laurin Pisten, welche die Skifahrer von der Messnerjochhütte ins Skigebiet Carezza bringen.

Messnerjoch
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Rodelbahn Hofer Alpl: Komplett frei von rammelvollen Kabinenbahnen und überfüllten Winterhütten ist die Rodelbahn Hofer Alpl am Schlern. Sie startet in Ums, einem idyllisch kleinen Weiler, der zur Gemeinde Völs gehört, führt etwa 1,5 Stunden hinauf zum Hofer Alpl und verspricht mächtigen Spaß für die ganze Familie beim Runterfahren auf dem Schlitten. Das Hofer Alpl ist eine Almhütte auf 1364 m und befindet sich im Herzen des Naturparks Schlern-Rosengarten mit einer fantastischen Aussicht auf die Trientner Berge, die Texelgruppe, die Ötzaleralpen und und und!


Rodeln im Sarntal: Über die Reinswalder Wiesn hinunter zur Talstation

Eine der schönsten Wander-Rodelpisten für Familien in Südtirol ist auf jeden Fall die Rodelbahn der Reinswalder Wiesn im Sarntal. Auch, wenn der Aufstieg von Reinswald zum Pichlberg über die Kabinenbahn sehr verführerisch wirkt, so lohnt es sich doch wirklich sehr, die 1,5 stündige Wanderung zur Bergstation zu Fuß zu meistern. Diese beginnt bei der Talstation in Reinswald und führt bei 12 % Steigerung 4,2 Kilometer empor. Für alle, denen die steile Abfahrt der Reinswalder Wiesen nicht reicht: Von hier aus führt eine zweite Rodelbahn zurück zum Ausgangspunkt, die Rennrodelbahn Sunnolm. Und noch ein letzter Tipp zu den Reinswalder Wiesen: Mondscheinrodeln im Januar und Februar – ein einmaliges Rodelerlebnis in den Sarntaler Wintervollmondnächten!

Rodeln im Schnalstal: Die Rodelbahn Lazaun am Schnalstaler Gletscher

Am Eingang des weiten Vinschgaus, kurz nach Naturns, eröffnet sich das mächtige Schnalstal, führt vorbei am glitzernden Vernagter Stausee bis nach Kurzras, der Heimat des Schnalstaler Skigebietes. Die reine Luft des Gletschers ist hier stets vernehmbar. Sichtbar in seiner vollen Pracht wird das eisige Bergmassiv erst später, am besten von der Lazaun-Hochebene aus, direkt gegenüber vom Gletscher des Hochjochferner. Um dieses einzigartige Naturspektakel auf der Rodel zu bewundern, verzichten wir auf die 2017 neu erbaute Umlaufbahn zur Lazaunhütte (2000 m) und nehmen stattdessen den 3,5km langen Fußweg mit Start an der Talstation.


Rodeln auf der Mendel: Eine Reise in die verschneite Märchenwelt der Felixer Alm

Die längsten Rodelpisten sind nicht immer die schönsten, die kürzeren Bahnen sind hingegen nicht selten kleine Schmuckstücke, die es sich zu besuchen wirklich lohnt. Der beste Beweis dafür ist die Rodelbahn der Felixer Alm auf der Mendel. Sie ist etwa 2 Kilometer lang und führt uns über die Forststraße Klammbrücke in nur 45 Minuten zur Felixer Alm. Diese liegt nur wenige Meter entfernt vom pittoresken Felixer Weiher (auch Tret See), der sich in der kalten Jahreszeit in einen märchenhaften Winterschlaf begibt. Nach Besichtigung dieses Naturschauspiels ist die ganze Familie bereit für die Rodelgaudi. Ab auf die Schlitten und hinunter über die Klammbrücken-Forststraße zum Ausgangspunkt!




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